
















Hier gibt es persönliche Berichte von Mitgliedern unserer Kirchengemeinde vor Ort in Tübingen und in Kamerun.
„Klar, dass du an Gott glauben kannst, schließlich bist du so erzogen worden!“ Diesen Satz habe ich schon einige Male gehört. Tatsächlich ist daran viel Wahres, denn meine Familie hatte entscheidenden Einfluss daran, dass ich mich für ein Leben mit Jesus entschieden habe. Prägende Vorbilder können einen positiv wie negativ beeinflussen. Aber die Entscheidung, wie ich leben möchte, treffe ich selber. Auch ich habe die Entscheidung selbst getroffen. Mit 13 Jahren wurde mir klar, dass ich nicht automatisch Christ bin, wenn ich als Baby getauft und meine Eltern gläubig sind. Gott hat keine Enkelkinder. Die Beziehung, die ich zu Jesus habe, läuft nicht über meine Eltern oder Großeltern. Niemand kann stellvertretend für mich glauben. Ich darf eine ganz persönliche Beziehung zu Jesus Christus haben. Mit 13 habe ich „ja“ gesagt. Ich habe „ja“ dazu gesagt, dass Jesus mein Steuermann im Leben ist. Und mit jetzt 28 Jahren treffe ich diese Entscheidung jeden Tag wieder.
Ich bin in einem christlichen Elternhaus aufgewachsen und von Kindheit an mit dem Glauben an Jesus Christus in Berührung gekommen. Als Kind war es für mich normal. Mit 14 Jahren habe ich mich dann bewusst für Jesus Christus entschieden und ließ mich taufen. Im Laufe der Zeit entdeckte ich aber immer mehr Unstimmigkeiten zwischen dem, was in der Bibel steht und wie die Menschen lebten, ganz besonders in der Gemeinde. Das machte mich unsicher und es störte mich. Die Situation spitzte sich dann soweit zu, dass ich dem Glauben mit 17 Jahren den Rücken zukehrte. Ich war gerade von zu Hause ausgezogen und beschloss, dass ich lieber ein ehrlicher Nichtchrist als ein Christ und Heuchler sein wollte. Am Anfang ging es mir mit der Entscheidung sehr gut und es war wie eine Last, die von mir abfiel. Allerdings spürte ich auch sehr deutlich, dass mir etwas fehlte und ich begab mich auf die Suche. Dass es Jesus Christus war, der mir fehlte, wollte ich lange Zeit nicht wahr haben. Das ging 5 Jahre so und ich spürte immer mehr, dass ich kaputt gehen würde, wenn ich nicht bald finde, was mir fehlte. Eines Tages fragte mich ein Kollege, ob ich mit in den Gottesdienst kommen wollte. Ich habe mich so über die Frage gefreut, dass ich spontan zusagte. Mir fehlte es sonntags in den Gottesdienst zu gehen, aber ich wollte ja nichts mehr mit dem Glauben zu tun haben. Vor mir selber rechtfertigte ich das Ganze mit: "So eine Einladung kann man nicht ablehnen."
Ich ging am folgenden Sonntag mit in den Gottesdienst. Ich fühlte, dass ich dort richtig war. Von da an ging ich jeden Sonntag in diese Gemeinde. Ich wagte einen ganz neuen Anfang mit Jesus und ich spürte, dass ich angekommen war, dass die innere Suche aufgehört hatte. Jesus hatte mich wieder aufgenommen. Die Jahre ohne ihn waren für mich so schwierig und leer, dass ich nie wieder ohne ihn leben wollte. Mir ist es wichtig mit Jesus Christus zu leben und anderen davon zu erzählen, für andere da zu sein und einfach die Liebe, die mir Gott schenkt, an andere weiter zu geben.

Seit Oktober 2003 ist die Familie Dirk und Hanna Pusch im missionarischen Dienst in Kamerun tätig. Sie leben heute in Maroua in Nordkamerun. Dirk Pusch ist für den Bereich "Evangelisation und Gemeindegründung" innerhalb der Kameruner Baptistenunion verantwortlich. Er führt zu dem Zweck Schulungen durch, berät Gemeinden und Distrikte und begleitet Gemeindegründungsprojekte. Manchmal hilft er auch bei Evangelisationsveranstaltungen mit. Dirk unterrichtet auch das Fach "Evangelisation und Mission" an der Bibelschule in Mokong und betreut darüber hinaus den Solidaritätsfond der Kameruner Baptistenunion, mit dem Bauprojekte kleiner Gemeinden unterstützt werden.

Seine Frau Hanna gibt an der Französischen Schule "Les Boukarous" - die Schule, in die auch die drei Söhne Matthis, Jannis und Andris gehen - Kunstunterricht. Sie pflegt eine ganze Reihe Kontakte zu Eltern und Leuten im Umfeld. Hanna bringt sich auch in der Kindergottesdienstarbeit der Gemeinde ein. Zum einen gestaltet sie Kindergottesdienste, zum anderen macht sie Schulungen und bereitet Ferienprogramme vor. In den Kindergottesdienst der Gemeinde kommen rund 250 Kinder.
Familie Pusch bei der Missionsgesellschaft EBM International
www.ebm-international.org

Waltraud Schippert bereitet sich gerade in Tansania auf ihre Zeit in Meskine in Nordkamerun vor. Als Hautärztin wird sie dort vor Ort im Krankenhaus Hautkrankheiten behandeln.
Waltraud Schipperts Missionsgesellschaft VKTM Sahel Life e.V.
Für persönliche Rückfragen ist nach dem Gottesdienst um 10.30 Uhr und nach dem Gottesdienst um 11.15 Uhr der Infotisch geöffnet. Er befindet sich im Foyer der Kreuzkirche, gleich neben dem Eingang zum Gottesdienstsaal. Hier können Sie auch mit einem unserer Mitarbeiter Kontakt aufnehmen und mehr über die Veranstaltungen der Kreuzkirche erfahren.